Verwunschene Fabriken, verlassene Häuser und Denkmäler, von Pflanzen bewachsen und Wildtieren besiedelt. Der Falke im Kirchturm, der Birkenwald auf einem eingebrochenen Dach, Fische, die in ein Schiffwrack eingezogen sind. In umgekehrter Reihenfolge sind es speziell für Flora und Fauna errichtete, sogenannte „Nature based constructions“: das Vogelhaus, ein Haufen aus Ästen für Igel, Tiny Forests oder für Insekten angelegte Gärten.
Ob zufällig oder absichtlich entstanden, immer stellt sich die Frage: Wie können wir in Städten im Einklang mit der Natur leben, die Natur schützen, aber zugleich einen Beitrag dazu leisten, Städte schöner, gesünder und lebenswerter zu gestalten?
Der Ingenieur und Landschaftsarchitekt Ralf Steeg arbeitet seit 35 Jahren im Bereich der Stadtökologie, davon seit 2001 spezialisiert auf städtische Gewässer. Im Rahmen seines Vortrages wird er einige Projekte der letzten Jahrzehnte vorstellen und besonders auf neue Vorhaben im Bereich Gewässerschutz eingehen und erklären, zu denen auch die zwei neuen Inseln im Maselakekanal gehören.

