Im Rahmen unseres Kooperationsprojekts „Erinnern-Erforschen-Engagieren“ findet Ende Juni eine Exkursion ins Dokumentationszentrum für NS-Zwangsarbeit statt. Eingeladen sind interessierte Jugendliche (mit Begleitpersonen) und Erwachsene.
Wir haben vor Ort die Möglichkeit angeleitet von Expert*innen, in die Geschichte von verschiedenen Personen einzutauchen, die in der NS-Zeit in Berlin – so auch in Spandau – in Zwangsarbeit ausgebeutet wurden.
Wir erhoffen uns Antworten auf verschiedenen Fragen: Wie kommt es, dass so wenig Menschen in Deutschland, etwas über Zwangsarbeit in der NS-Zeit wissen oder auch wissen wollen? Was bedeutet dieser Blick in die Geschichte für uns heute? Wie können wir unsere gemeinsame Zukunft in Haselhorst, in Spandau, Berlin, Deutschland, Europa für alle hier lebenden Menschen verbundener und gerechter gestalten?
Ein Anlass für diese Exkursion ist auch die für 2027 geplante Eröffnung des Neues Stadtteilzentrum in Haselhorst im denkmalgeschützt rekonstruierten Siebwerk der ehemaligen Neuen Pulverfabrik. Diese befand sich in unmittelbarer Nähe des größten NS-Zwangsarbeitslagers der Firma Siemens in Berlin. Wir können davon ausgehen, dass auch dort Zwangsarbeit stattgefunden hat.

